FuN-Familienunterstützende Nachbarschaft in Kapfenberg

Unterstützung von Schwangeren sowie Müttern und Vätern mit Kleinkindern

Die Schwangerschaft sowie die ersten drei Lebensjahre eines Kindes bringen für die Eltern zahlreiche Veränderungen und Herausforderungen mit sich. Der Kontakt zu anderen Schwangeren und Familien mit Kleinkindern sowie eine aktive Nachbarschaft werden dabei als unterstützend erlebt.

Welchen Beitrag kann eine aktive Nachbarschaft leisten, um Familien mit Kleinkindern sowie Schwangere aktiv zu unterstützen und zu vernetzen?

Projektziel

Das Projekt FuN will interessierte Aktiv-BürgerInnen, Organisationen, Vereine, Wirtschaftstreibende sowie VertreterInnen der Politik zusammenschließen, um eine aktive Nachbarschaft für (werdende) Familien aufzubauen. Schwangere, Familien, Mütter und Väter mit Kleinkindern sollen sich gemeinsam mit verschiedenen Stakeholdern zusammenschließen und sich aktiv an der Gestaltung und Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen beteiligen.

Förderung von Initiativen zur Stärkung des WIR-Gefühls

Community Organizing als Methode

Als Methode wird erstmalig in Österreich das Konzept Community Organizing eingesetzt und erprobt. Bei dieser Form der BürgerInnenbeteiligung spielen die Selbstbestimmung und -gestaltung sowie eine demokratische Entscheidungsfindung eine zentrale Rolle. Die Menschen setzen sich gemeinsam für lebenswerte Bedingungen in ihrer Stadt, ihrer Region, ihrer Gemeinde oder ihrer Siedlung ein. Hierfür wurden die MitarbeiterInnen sowie interessierte BürgerInnen aus Kapfenberg vom Experten Paul Cromwell geschult.
Mehr Infos dazu auf www.fo-co.info und  www.dico-berlin.org

Engagierte Eltern beteiligen sich an der Gestaltung ihrer Gemeinde. Aus FuN entstand das FamilienWohnZimmer.

Schritte im Rahmen des Projektes

Schritt 1 – Erhebung: In der ersten Phase des Projektes im Frühjahr 2016 wurden in sogenannten „Aktivierenden Gesprächen“ die Bedürfnisse von Familien in Kapfenberg erfragt. Fünf Schwerpunkthemen haben sich dabei herauskristallisiert:

  • Die Gestaltung einer familienfreundlichen Umgebung in Kapfenberg
  • Die Anpassungen der Rahmenbedingungen der Kinderbetreuung
  • Die Schaffung von Vernetzungsmöglichkeiten/Treffpunkten für Eltern mit Kindern, z.B. durch Indoor-Spielmöglichkeiten für Kinder
  • Eine verbesserte Spielplatzgestaltung für Kleinkinder
  • Die Optimierung der Angebote für Familien sowie die bessere Information über Angebote in Kapfenberg

Schritt 2 – Schwerpunktsetzung: Im Rahmen eines Familienfestes wurde gemeinsam darüber entschieden, welche dieser Themen vorrangig behandelt werden. Rund 50 erwachsene FestbesucherInnen haben sich an dem Voting beteiligt  und sich für die Themen „Treffpunkte für Familien“ sowie eine „familienfreundlichen Umgebung in Kapfenberg“ entschieden. Besonders erfreulich ist dabei, dass sich 17 Personen dazu bereit erklärt haben, sich an der Umsetzung auch zu beteiligen. Das ist gelebtes Community Organizing.

Schritt 3 – Planung in Kerngruppen: Die zwei Kerngruppen bestehen aus engagierten Eltern und Projektmitarbeiterinnen.

  1. Die Gruppe „Familienfreundliche Umgebung“ entwickelte eine Spielplatzkarte von Kapfenberg, auf der alle Spielplätze in Kapfenberg eingezeichnet sowie beschrieben sind. Besonderes Augenmerk wurde hier auf Kleinkindspielplätze gelegt. Diese Karte soll weiter wachsen und beispielsweise um familienfreundliche Gastronomie erweitert werden.
  2. Die Gruppe „Treffpunkt für Familien“ arbeitete das Konzept für das FamilienWohnZimmer aus, welches Ende Februar 2017 feierlich eröffnet wurde.

Schritt 4 – Eröffnung des FamilienWohnZimmers in Kapfenberg: Das am Rosenmontag mit einer Faschingsfeier eröffnete FamilienWohnZimmer im ISGS Kapfenberg fungiert als Treffpunkt für Familien mit Kleinkindern sowie als Informationsdrehscheibe zu regionalen Angeboten.

Weiters gibt es regelmäßig Elternbildungsangebote sowie einmal pro Monat ein Väterfrühstück. Eltern können die Räumlichkeiten auch für Kindergeburtstagsfeiern mieten.
Für die Betreuung des FamilienWohnZimmers wurden über die Stadtgemeinde Kapfenberg zwei neue Mitarbeiterinnen als Teilzeitkräfte angestellt.

Mehr Infos >

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