Klassenrat

SchülerInnen brauchen oft, wenn sie nicht mehr weiter wissen oder mit anderen in Konflikt geraten, eine rettende Idee. Da ist klar, dass mehrere kluge Köpfe auch mehr Einfälle haben.

Aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht ist es wichtig, in der Schule Beteiligung zu ermöglichen. Kinder, die ihre Lebenswelt als beeinfluss- und gestaltbar erleben, fühlen sich in der Schule wohler und insgesamt gesünder.

Last, but not least, ist es für einen demokratischen Staat wichtig, möglichst früh Strukturen zu entwickeln, in denen die Kompetenz Jugendlicher zur konstruktiven Mitgestaltung wächst.

Die Achtung der Würde anderer Menschen, Selbstachtung, eine Kombination von Festigkeit und Freundlichkeit im Führungsstil, Teilung von Verantwortung und Einüben in demokratische Methoden sind Fertigkeiten, die mit der Einführung eines Klassenrates eingeübt werden können.

Was SchülerInnen im Klassenrat lernen können

  • gleichwertig und respektvoll miteinander umgehen
  • sich ausdrücken, zuhören und andere Standpunkte respektieren
  • Entscheidungen mittragen und Verantwortung übernehmen
  • selbstständig denken und an der Findung von Lösungen mitwirken
  • sich Gedanken über die Probleme anderer machen, beraten und nützlich sein
  • anderen Freude bereiten
  • Wiedergutmachen einer ungerechten Tat
  • dass jede/r Rechte hat
  • dass jede/r vom anderen lernen kann
  • dass man angehört wird
  • dass man mit den Problemen nicht alleine ist
  • dass man sich regelmäßig Zeit für einander und für die Anliegen nimmt

Die Einführung von Klassenräten eignet sich besonders als Aufbau zum Projekt “Auf das Gute schauen”, da die Kinder dort bereits grundlegende Ermutigungstechniken erlernt haben.

Leistungsumfang

  • Einführungsnachmittag für LehrerInnen: 2 Stunden/Schule
  • Arbeit mit den SchülerInnen: 3 x 2 Stunden/Klasse