Schöpferisches Gestalten

Wenn die Kreativität – der schöpferische Funke – in einem Kind aufleuchtet, entsteht Lebensfreude – ein Merkmal der Gesundheit. Die Schulen der Zukunft werden auf die individuelle Kreativität jedes einzelnen Kindes schauen und diese fördern wollen.

Jedes Kind ist ein unermesslich wertvolles, individuell geprägtes Gemeinschaftswesen, ausgestattet mit Willensfreiheit und dem wachsendem Vermögen für seine Entscheidungen, Verantwortung zu übernehmen. Überkommene Starrheit wird sich in angenehme Dynamik auflösen.

Große Tiere, Skulpturen, Phantasiegebilde – dem schöpferischen Gestalten mit einfachen Materialien sind keine Grenzen gesetzt und die Kinder arbeiten konzentriert, beharrlich und diszipliniert mit. Es ist Beitrags- und nicht Konkurrenzdenken gefragt. Jeder kann etwas und alle können nicht das gleiche Tun – jeder Beitrag ist wertvoll.

Die Techniken sind einfach und sind schnell eingeübt. Auf eine Grundform aus Weingartenspanndraht wird das Werk gestaltet. Für den Außenbereich wird es vor der Bemalung mit einer wetterfesten und stabilisierenden Hülle umgeben. So zum Beispiel liegt im Kindergarten Mortantsch (Bez. Weiz) ein fünfmeterlanges Krokodil im Garten, welches als Sitzgelegenheit dient.

Was Kinder und PädagogInnen lernen können

Die Zusammenarbeit an einem größeren gemeinsamen Ziel wird geübt. Das Werk kann Symbol sein für alles gemeinsame Gestalten. Die Erfahrung mit diesen Materialien und den vermittelten Techniken können später für weitere ähnliche Projekte genutzt werden. Die sogenannten „Easy funtastic animals“, die die Kinder mit Hilfe von Franz Warnung herstellen, sind keine natürlichen Nachbildungen, sie sind Ausdruck der Kreativität und Phantasie der Kinder.Derartige Werke, von Menschenhand geformt und bemalt, könnten auch symbolisch für ein Jahres- oder Schulthema stehen.

Am Anfang des Prozesses steht die Ideenfindung. Alle Kinder sind an der Schöpfung dieses Schul- oder Klassenmaskottchens beteiligt. Im Zentrum steht dann die Umsetzungsarbeit, die den Kindern Konzentration, Ausdauer und Disziplin abverlangt. Motiviert durch die Zielvorstellung fällt es zumeist leicht, diese Eigenschaften zu entfalten. Oft ist wachsende Begeisterung bis zur Fertigstellung hin festzustellen. Während der Arbeit und danach folgt dann die vertiefende Interpretation – die Zuschreibung von Bedeutung. Was wollen wir, eine Klasse oder eine Schule, mit diesem gemeinsamen Werk sagen?

Aufgaben sollen immer vorstellbar, gestaltbar und bedeutsam sein. Die beiden grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse, Verbundenheit und Wachstum, werden beim Prozess des Entstehens eines solchen Werkes gewissermaßen gestillt. Es ist allemal ein Erlebnis mit einem schönen gemeinsamen Ergebnis, das lange nach der Fertigstellung den Betrachtern noch Freude bereitet.

Pädagogisch wertvolle Geschichten, die auch weiterbetrachtet und bearbeitet werden können und Gedankengut aus der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Rosenberg runden das Ganze ab.

Leistungsumfang

  • Gestaltung eines großen Objektes (z.B. Tier): 4 x 2 Schulstunden/Klasse
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