Mimi isst!

Gesunde Mittagsverpflegung in Kindergarten und Schule wird mit dem Ausbau ganztägiger Betreuungsangebote immer häufiger thematisiert.

Während im städtischen Raum oft mehrere Verpfleger zur Verfügung stehen, mangelt es im ländlichen Raum an Küchen, die in dem auflagenreichen Feld eine wirtschaftliche Zukunft sehen.

Verpflegungsdreieck: Verpflegungsanbieter, belieferte Einrichtung & Erhalter der Einrichtung

Ziel des Projekts war es, mit dem Verpflegungsdreieck von Verpflegungsanbieter, belieferter Einrichtung und Kindergarten- bzw. Schulerhalter ein gemeinsames Verpflegungskonzept zu entwickeln, das den Möglichkeiten und Anforderungen aller Beteiligten entspricht.

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Begleitung von Kindergarten-  und Schulerhaltern

Styria vitalis griff dabei auf die Erfahrungen aus dem Projekt Herausforderung Gemeinschaftsverpflegung und aus der Auszeichnung Grüner Teller-Betriebe zurück.

Während vor einigen Jahren vor allem der Speiseplan im Zentrum der Veränderungen stand, stehen heute auch andere Bereiche im Fokus:

  • Kommunikationsprozess sowie Bestell- und Beschwerdesystem zwischen Verpflegungsanbieter und belieferten Einrichtungen
  • Regenerieren der gelieferten Speisen in den Einrichtungen
  • Ablauf beim Mittagessen vor Ort (Atmosphäre, Raumgestaltung, Akustik…)

Im Rahmen des Projektes wurden drei Erhalter von Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen begleitet, ihr Verpflegungskonzept gesundheitsförderlicher zu gestalten. In einer Diagnosephase wurden die Bedürfnisse der Erhalter und der Einrichtungen erhoben. Während der Umsetzungsphase wurden Maßnahmen umgesetzt und das Handbuch für eine gelingende Mittagsverpflegung verfasst. Abschließend wurden anhand des Capacity Building Modells die Veränderungen aus Sicht der Erhalter erhoben.

Projektmaßnahmen

  • Systematische Erfassung des Bedarfs von Erhaltern und belieferten Einrichtungen
  • Unterstützung potenzieller Verpflegungsanbieter beim Angebot eines gesundheitsförderlichen und betriebswirtschaftlich sinnvollen Speisenangebots
  • Schulung des Personals in der Küche
  • Sichtbarmachung des gesundheitsförderlichen Angebotes für BestellerInnen/KundInnen
  • Entwicklung einer Kommunikationsstruktur zwischen allen Beteiligten (Erhalter, belieferte Einrichtung und Verpflegungsanbieter)
  • Entwicklung des Handbuches Mittagsverpflegung – Information, Empfehlungen und Praxishilfen für Erhalter von Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen sowie Pflichtschulen
  • Erarbeitung eines Capacity Building Tools für die Mittagsverpflegung
  • Erarbeitung von Checklisten, welche die Implementierung eines Verpflegungskonzeptes unterstützen, z.B. mit Qualitätskriterien für die Vergabe der Mittagsverpflegung, mit betriebswirtschaftlichen Hinweisen für potenzielle Verpfleger