Mobilität fördern -> Selbstständigkeit im Alltag erhalten

3 Pflegewohnheimen und 2 Einrichtungen des Betreuten Wohnens wurde von Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und Styria vitalis-Geschäftsführerin Karin Reis-Klingspiegl das Gütesiegel „Mobilität fördern“ verliehen.
  • SeneCura Sozialzentrum Trofaiach Haus Verbena
  • Bezirkspensionistenheim Birkfeld, Sozialhilfeverband Weiz
  • Pensionisten- und Pflegeheim Johann Böhm-Straße, Sozialhilfeverband Bruck-Mürzzuschlag
  • Betreutes Wohnen Graz Elisabethinergasse, Caritas Steiermark
  • Betreutes Wohnen Graz Gradnerstraße, Caritas Steiermark
MOF_Birkfeld_Auswahl
Bezirkspensionistenheim Birkfeld
MOF_Caritas_Elisabethinergasse_Auswahl
Betreutes Wohnen Graz Elisabethinergasse
MOF_Caritas_Gradnerstrasse_Auswahl
Betreutes Wohnen Graz Gradnerstraße
MOF_Kapfenberg_Auswahl
Pensionisten- und Pflegeheim Johann Böhm-Straße
MOF_Senecura_Auswahl
SeneCura Sozialzentrum Trofaiach Haus Verbena
MOF_Team
Ulrike Sengseis und Christine Neuhold

Wie läuft das Mobilitätsförderungsprogramm ab?

Das Programm besteht aus 25 einstündigen, wöchentlichen Einheiten. Es fokussiert Alltagstätigkeiten und enthält Anreize, zwei Dinge (z.B. Sprechen und Bewegen) gleichzeitig zu tun. Gleichgewicht und Koordination werden trainiert, Muskel gekräftigt und die sensomotorische Wahrnehmung geschult. Durchgeführt werden die Übungen nicht von externen Personen, sondern von eigens geschulten MitarbeiterInnen aus den Pflegeeinrichtungen. Dadurch wird Kompetenz vor Ort aufgebaut und die Nachhaltigkeit besser gesichert.

Erhöhung der Selbstständigkeit im Alltag durch Mobilitätsförderung

Die Selbstständigkeit im Alltag erhöht sich, wenn BewohnerInnen von Pflegeeinrichtungen Tätigkeiten ohne fremde Hilfe ausüben können. Beispiele wären…

•    Etwas vom Boden aufheben oder aus dem Regal nehmen,
•    sich selber eine Weste an- oder ausziehen,
•    ohne fremde Hilfe aufs Klo gehen,
•    Kleidungsstücke in den Kasten hängen,
•    aus dem Bett oder von einem Sessel aufstehen,
•    Stufen gehen oder sich ein Glas Wasser nehmen bzw. einschenken.

Durch die Stärkung der motorischen Fähigkeiten wird auch das Sturzrisiko verringert und das allgemeine Wohlbefinden erhöht.

Entlastung für das Pflegepersonal

Die wiedererlangte oder verstärkte Beweglichkeit der BewohnerInnen entlastet die MitarbeiterInnen in ihrem Arbeitsalltag. Denn BewohnerInnen können einander gegenseitig besser helfen, werden durch die Mobilitätsförderung selbstbewusster und artikulieren ihre Bedürfnisse klarer. Das Pflegepersonal kann dadurch bedürfnisorientierter arbeiten, und die BewohnerInnen beteiligen sich stärker. Weiters wächst die Kompetenz der MitarbeiterInnen für die Förderung von Mobilität sowie für den richtigen Einsatz von Hilfsmitteln durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit TherapeutInnen.

Gütesiegel macht Engagement sichtbar

Angestoßen durch die nachgewiesen positive Wirkung einer gezielten Mobilitätsförderung verleiht Styria vitalis seit 2017 an Pflegewohnheime, Einrichtungen des Betreuten Wohnens und Tageszentren, welche „Mobilität fördern“ nach bestimmten Kriterien umsetzen, das gleichnamige Gütesiegel. Das macht einerseits das Engagement einer Betreuungseinrichtung für Angehörige und Pflegebedürftige sichtbar, sichert durch regelmäßige Fortbildungen und externe Unterstützung aber auch die Qualität des Programmes.

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