Achtsamkeit & Selbstfürsorge in Schulalltag und Familienleben

„Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Moment und ohne zu urteilen.“ Jon Kabat-Zinn

Der Schulalltag bringt viele Herausforderungen:

  • Kinder stehen unter Leistungsdruck und müssen ihre Emotionen regulieren.
  • Lehrende organisieren den Unterricht, managen Klassen und erleben eigenen Stress.
  • Eltern möchten ihre Kinder unterstützen, sind aber oft selbst belastet.

Das Projekt zielt darauf ab, die Schule zu einem Ort zu entwickeln, an dem Kinder, PädagogInnen und Eltern täglich Achtsamkeit praktizieren, z. B. in Form von Atemübungen am Beginn einer Unterrichtsstunde, vor einem Test oder vor Schularbeiten. Es geht darum einfache, alltagstaugliche Tools kennenzulernen, zu üben und in den Alltag zu integrieren, sodass diese so selbstverständlich werden wie das tägliche Zähneputzen.
Der amerikanische Gehirnforscher Dr. Richard Davidson sagte einmal in einem Interview: „Es wird der Tag kommen, da werden einfache Atemübungen und Meditation in Schulen so selbstverständlich sein, wie der Sportunterricht!“

Ziele

Ziel des Projekts ist es, Kinder, Eltern und Lehrkräfte für die Methoden und Werkzeuge der Achtsamkeit zu begeistern, um einen bewussteren Umgang mit Stress zu fördern und dessen Entstehung zu verringern.
Für PädagogInnen bedeutet das, die eigene Selbstfürsorge zu stärken, Belastungen frühzeitig zu erkennen, eine achtsame Klassenführung zu etablieren und kurze Achtsamkeitsübungen praxisnah in den Unterricht einzubinden.
Für Kinder bietet das Projekt die Möglichkeit, emotionale Selbstregulation und Selbstmitgefühl zu entwickeln, die Konzentrationsfähigkeit und das Lernen zu verbessern, sowie soziale Kompetenzen und konstruktive Konfliktlösung zu fördern.
Für Eltern unterstützt das Programm, gelassener auf familiäre Herausforderungen zu reagieren, Selbstfürsorge im Alltag zu praktizieren und ihre Kinder gezielt bei der Regulation von Gefühlen zu begleiten.

Was Kinder, Eltern und PädagogInnen lernen können

Wie kann Achtsamkeit von allen Beteiligten konkret gelebt werden?
Die PädagogInnen erproben in Workshops, wie die Tools der Achtsamkeitspraxis für sich selbst und im schulischen Kontext einfach angewendet werden können (formelle und informelle Achtsamkeit).
Die SchülerInnen erlernen in regelmäßigen Workshops mit verschiedenen einfachen Tools aus der Achtsamkeitspraxis, wie sie z. B. durch Atemübungen, Stress und Ängste reduzieren können.
Eltern und Erziehungsberechtigte erwarten aktive Elternabende. Dabei erfahren sie, wie sie trotz vieler Anforderungen gelassener bleiben können und Achtsamkeit, Selbstfürsorge sowie Selbstmitgefühl in den Alltag integrieren können. Ohne, dass es sich wie ein zusätzlicher ‚To-do-Punkt‘ anfühlt.
Ein zentrales Element der praktischen Umsetzung ist der Raum der Achtsamkeit in der Schule. Dies soll ein geschützter Ort für Innehalten, Regulierung und bewusste Begegnung werden.

Kosten

Die Workshops zur gesunden Schulentwicklung werden vom Gesundheitsressort des Landes Steiermark gefördert und sind daher für alle Netzwerkschulen kostenlos, so lange es die finanziellen Ressourcen erlauben. Bei Interesse daher bitte rechtzeitig buchen.