Gesunde Gesundheits- & Krankenpflegeschulen

Styria vitalis begleitet derzeit die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Frohnleiten. Ab Jänner 2018 ist ein Ausrollen des Projektes auf weitere steirische GKPS geplant.

Die Bevölkerung in entwickelten Ländern wie Österreich wir zunehmend älter. Damit einher gehen wachsende Herausforderungen an das Gesundheits- und Pflegesystem. Der Pflegeberuf ist körperlich und psychisch anspruchsvoll. Qualifiziertes und motiviertes Personal zu finden und auszubilden ist daher eine gesamtgesellschaftlich bedeutsame Aufgabe.

Zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden von Pflegekräften gehören Rücken- und Gelenksbeschwerden. Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen sind laut Erhebungen vielen Stresssituationen und Belastungen ausgesetzt. Sie zeigen während ihrer Schulzeit vermehrt gesundheitsschädigende Verhaltensweisen wie Rauchen, wenig Bewegung oder eine ungesunde Ernährungsweise und schaffen es wegen des dichten Ausbildungsprogramms weniger gut, auf ihre Gesundheit zu achten. Das manifestiert sich in körperlichen Beschwerden wie häufigen Kopf- oder Rückenschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindel oder erhöhter Medikamenteneinnahme. Eine gesundheitsförderliche Intervention ist daher bereits im Schulalter wichtig.

SchülerInnen, die später in ihrem Beruf mit kranken und vulnerablen Menschen arbeiten, brauchen selbst viele Kraftressourcen und auch Möglichkeiten, diese auszuschöpfen und wieder aufzutanken. Zudem können sie im Pflegeberuf selbst als Vorbild wirken und wichtige Impulse setzen.

Verhalten & Verhältnisse: Stärkung der Gesundheitskompetenz bei den SchülerInnen und Gestaltung eines Schul- und Lernumfeldes, welches ein gesundes Leben für Lernende und Lehrende ermöglicht.
gkps_2 Teilnahme von SchülerInnen und Lehrpersonen am Frohnleitenlauf 2017

Gesundheitsförderlich wirksame Interventionen

  • Alternative Unterrichtsmethoden und stressreduzierte Lernformen
  • Gesundheitsförderliche Raumkonzepte (Sitzmöglichkeiten, Licht, Belüftung, rauchfreie Treffpunkte)
  • Ermöglichung von gesundem Essen und Trinken
  • Aktive, bewegungsorientierte Pausengestaltung
  • Präventionsprogramme (z.B. Raucherentwöhnung)
  • Förderung der Kooperation zwischen den verschiedenen Berufsfeldern
  • Partizipation und offene Gesprächskultur
  • Aktives Zurückgreifen auf Zusatzfähigkeiten der SchülerInnen und Lehrpersonen
  • Gemeinsame Teilnahme an Sport- und Bewegungsangeboten in der Freizeit

Projektablauf

  • Startphase: Bildung eines Projektteams an der Schule, Kick-off-Veranstaltung, Workshops mit Lehrpersonen und SchülerInnen
  • Ist-Analyse: Einzelgespräche, anonyme Onlinebefragung von SchülerInnen und Lehrpersonen zu gesundheitsrelevanten Themen, Gesundheitskonferenz an der Schule
  • Planungsphase: Ziele- und Maßnahmenplanung basierend auf den Ergebnissen der Gesundheitskonferenz
  • Umsetzungsphase: Konkrete Maßnahmen zu gemeinsam erarbeiteten Themen werden durch die GKPS mit Beteiligung aller AkteurInnen durchgeführt.
  • Reflexion & Evaluation: Auf Basis der Ziel- und Maßnahmenplanung, der Dokumentation und Evaluation ist eine Auszeichnung möglich
Styria vitalis unterstützt die Schulen in allen Projektphasen durch fachliche Beratung und Begleitung.