Gesunde Gesundheits- & Krankenpflegeschule

Styria vitalis begleitet steirische Gesundheits- und Krankenpflegeschulen auf ihrem Weg zur Gesunden Schule. „Wir leben und pflegen gesund“ ist Ziel und Motto der teilnehmenden Schulen.

Mit den demografischen Entwicklungen steigen die Herausforderungen an das Gesundheits- und Pflegesystem. Menschen, die vulnerable und kranke Menschen pflegen, brauchen selbst gute Kraftressourcen und Balance, sie können als wichtige Vorbilder wirken und in ihrem Beruf selbst gesundheitsfördernde Impulse setzen.

Intensive Ausbildungszeit

Die Ausbildung zur Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz oder zur/zum Diplomierte/n Gesundheits- und KrankenpflegerIn ist sehr intensiv und beinhaltet zahlreiche Stress- und Belastungssituationen. Das begünstigt gesundheitsschädigendes Verhalten wie…

  • zu wenig Bewegung
  • Rauchen
  • ungesundes Ernährungsverhalten
  • reduzierte Sozialkontakte
  • zu wenig Ausgleichsaktivitäten

Das wiederum manifestiert sich in psychischen oder körperlichen Beschwerden wie häufigen Kopf- oder Rückenschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindel oder erhöhter Medikamenteneinnahme.

Verhalten & Verhältnisse: Stärkung der Gesundheitskompetenz bei den SchülerInnen und Gestaltung eines Schul- und Lernumfeldes, welches ein gesundes Leben für Lernende und Lehrende ermöglicht.

Partizipative Zusammenarbeit

Sowohl in der Erhebungs- und Entscheidungsphase, aber auch in der konkreten Umsetzung von Maßnahmen geht Styria vitalis mit den Schulen (Leitung, SchülerInnen, Lehrpersonen, nicht unterrichtendes Personal) einen partizipativen Weg:

  • Diskussionen im Rahmen von Fokusgruppen
  • Face-to-Face-Interviews
  • Workshops
  • Online-Befragungen

Schwerpunkte werden gemeinsam festgelegt, Ziele gesetzt, Ideen geprüft und vielfältige Maßnahmen seitens der Schulen eigenständig umgesetzt. Sehr vieles geht ohne zusätzlicher Finanzierung, für manche Anliegen müssen Geldgeber und Kooperationspartner gefunden werden.

gkps_2Teilnahme von SchülerInnen und Lehrpersonen am Frohnleitenlauf 2017

Bereits umgesetzte Maßnahmen

  • Entwicklung gesundheitsförderlicher Räume (Sozial- und Ruheräume, rauchfreie Treffpunkte,..)
  • Ermöglichung von gesundem Essen und Trinken (andere Befüllung der Automaten, Aufwärmmöglichkeiten, Obstkorb, …)
  • Aktivere, bewegungsorientierte Gestaltung von Unterricht und Pausen
  • Stressreduktion beim Lernen und für Prüfungen
  • Präventionsprogramme (Raucherentwöhnung…)
  • Gemeinsame Teilnahme an Bewegungs- oder interkulturellen Angeboten in der Freizeit
  • Partizipation und offene Gesprächskultur
  • Schaffung einer besseren Teamkultur
  • Förderung der Kooperation zwischen den verschiedenen Berufsfeldern
  • Aktives Zurückgreifen auf Zusatzfähigkeiten der SchülerInnen und der Lehrpersonen
  • Aufbau eines externen Netzwerks mit regionalen Kooperationspartnern

Projektablauf

  • Startphase und Ist-Analyse: Detail-Abklärung mit Leitung, Leitung, Bildung eines Projektteams an der Schule, Fokusgruppen, Präsentation und Kick-off
  • Ist-Analyse: Face-to-Face-Gespräche, Fokusgruppen und Workshops mit Lehrpersonen und SchülerInnen, anonyme Onlinebefragung von SchülerInnen, LehrerInnenteam und Verwaltung durch Styria vitalis zu gesundheitsrelevanten und bedarfsimplizierten Themen. Gesundheitskonferenz an der Schule
  • Planungsphase: Ziele- und Maßnahmenplanung basierend auf den Ergebnissen der Erhebung und gemeinsamen Schwerpunktsetzung
  • Umsetzungsphase: Konkrete Maßnahmensetzung durch die Schulen mit Beteiligung aller AkteurInnen. Eigenständige Finanzierung.
  • Reflexion & Evaluation: Bei Erfüllung aller Qualitätskriterien erhalten die Schulen im Laufe von rund zwei Jahren die Auszeichnung „Gesunde Gesundheits- und Krankenpflegeschule“
  • Überführung in ein kontinuierliches Programm mit neuerlichen Qualitätskriterien und zweijähriger Zertifizierung.
Styria vitalis unterstützt die Schulen in allen Projektphasen durch fachliche Beratung und Begleitung.