Lernen, Lehren, Prüfen

Ideenpool: Inspirationen aus der Praxis der GKPS als Anregung zum Nachmachen

Die Diversität bei Auszubildenden im Pflegebereich ist sehr groß, wodurch sich Personengruppen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Lehr- und Lernerfahrungen in ein und derselben Klasse ergeben.

Ziele

  • Die SchülerInnen können den Lernstoff gut erfassen, kennen passende, gute Lernstrategien und finden für sich heraus, welche Lernstrategien für sie die richtigen sind.
  • Die Lehrpersonen wenden vielfältige, kreative und praxisorientierte Methoden des Unterrichtens an und finden stressfreie, wissens-und handlungsrelevante Formen für Prüfungen.

Reflexion und Bewusstseinsbildung

Anregungen für Diskussionen im Schulteam oder mit den SchülerInnen als Einstieg ins Thema.

  • Fällt dir das Lernen in der Gesundheits-und Krankenpflegeschule leicht oder schwer?
  • Hast du Freude am Lernen und wann fühlst du dich motiviert?
  • Gibt es Hindernisse und Probleme?
  • Wie geht gutes Lernen richtig?
  • Weißt du genug über erfolgreiches Lernen, Lerntheorien und Lernforschung?
  • Wie erstelle ich individuelle passende Lern- und Erarbeitungspläne?
  • Welcher Lerntyp bin ich? Wie lerne ich persönlich gut? Was sollte ich vermeiden oder nützen?
  • Wie kann ich externe Störfaktoren ausschalten und Förderliches verstärken?
  • Welche Methoden des Unterrichtens gefallen dir/ welche nicht so und warum?
  • Wie können dich deine LehrerInnen / MitschülerInnen / KollegInnen unterstützen oder wie kannst du sie unterstützen?
  • Welche Lerntechniken und Methoden eignen sich wofür? Welche für mich?

Hintergrundwissen zum Thema

Auszubildende im Pflegebereich sind sehr unterschiedlich – von Jugendlichen bis zu Älteren, von SchulabbrecherInnen bis zu MaturantInnen, von Alleinerziehende bis zu Auszubildenden mit privaten Pflegeaufgaben und Menschen mit unterschiedlichsten Lebenskulturen und Rahmenbedingungen. Digital Natives treffen auf Menschen mit wenig Computer Know-How. Manche wohnen vor Ort, andere haben lange Anreisezeiten. So ergeben sich Personengruppen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Lehr- und Lernerfahrungen in ein und derselben Klasse. Manche sind hochmotiviert, andere kaum lernversiert oder nicht mehr an dieses Lernpensum gewöhnt; manche haben viel Zeit zum Lernen, andere wenig; manche haben Prüfungsangst oder lange keine Prüfungen mehr gemacht. Dazu kommt, dass das Lehr- und Lernpensum in der zur Verfügung stehenden Ausbildungszeit sehr hoch ist – so gelangen viele an ihre oder über ihre Grenzen.

Unterrichtende müssen auf diese Herausforderungen reagieren – sie brauchen Austausch, Anregungen und Ideen, wie sie mit neuen Anforderungen, neuen Techniken (z.B. Digitalisierung), neuen SchülerInnengruppen zurechtkommen können und sie ihre Lehre und ihre Prüfungsformen passend weiterentwickeln können. Sie sind ExpertInnen der Ausbildung, kennen Theorie und Praxis und sollten bezüglich notwendiger Veränderungen, Entrümpelung des Lehrstoffs und Adaptionen und Konzeptentwicklung einbezogen werden. Gerade ob der großen Herausforderungen gilt es, sich gut zu überlegen, wie Lernen, Lehren und Prüfen für die verschiedenen Ausbildungszweige zufriedenstellend und gesundheitsförderlich erledigt werden kann.

1. Lernen

Lernen lernen & Lernstruktur schaffen

Gute Infos und Tipps rund ums Lernen findet man dazu z.B.: unter

Um optimal zu lernen und zu lehren braucht es einerseits Wissen darüber sowie ein bewusstes und wiederholtes Aufgreifen des Themas in der Schule, z.B. durch:

  • Lernworkshops samt Lernpyramide und „Vergessenskurven“, Behaltensstrategien oder neuen Erkenntnissen der Gehirnforschung
  • Texte zum guten Lernen
  • gezielte Aufträge, sich Informationen und Tipps rund ums Lernen aus dem Internet zu besorgen
  • Lerntagebücher
  • eine Partnerarbeit zum eigenen Lernverhalten
  • einen Austausch über Lerntipps in Gruppen oder der Klasse (wenn möglich auch generationenübergreifend)
  • Anwendung und Einüben von Mentaltechniken

Lerntagebücher

Lerntagebücher können Reflexionen erleichtern. Die SchülerInnen dokumentieren als Aufgabenstellung rund ums Lernen im Rahmen von PPB oder als Gesundheitsförderungs-Übung eine bestimmte Zeit lang ihr Lernverhalten und den Umgang mit vorgegebenen Aufgaben. In Gruppenarbeit diskutieren sie danach ihre Ideen, Eindrücke und Schlüsse. Ähnliche Tagebücher können zu anderen Themen verfasst werden, z.B. „Ich und mein Wohlbefinden“: welche Verhaltensweisen oder Maßnahmen (sowohl positive als auch negative) setzen die einzelne SchülerInnen in einem vorgegebenen Zeitrahmen zur Beeinflussung ihres Wohlbefindens und ihrer Gesundheit. Danach wird gemeinsam darüber reflektiert.

Selbstgesteuertes, flexibles Lernen

Der Pflegeberuf verlangt hohe Selbstverantwortung, soziale und persönliche Kompetenz, Eigenständigkeit und gute Einteilung. Um dafür und für die Anforderungen der Zukunft fit zu sein, durchläuft der Unterricht gerade einen Wandel in Richtung selbstgesteuertes, flexibleres Lernen. Neben der freieren Zeiteinteilung beinhaltet es zu einem gewissen Teil auch Möglichkeiten der inhaltlichen Auswahl, mögliche Vertiefungen und den Ausbau spezifischer Interessen und Stärken. Längerfristig bringt es eine Verbesserung der Eigenmotivation, allerdings sind zahlreiche Auszubildende ungeübt in dieser Art des eigenständigeren Lernens. Deshalb ist für die Einschulung, Lernbegleitung und Durchführung von eigenständigen Lernprozessen genügend Zeit für die Einweisung in neue Schulplattformen und technische Tools oder die Verwendung von Mind Maps einzuberechnen.
Schulen streben nach den Erfahrungen im Lockdown eine Mischung aus Präsenz- und Home-studying an – z.B. einen Tag pro Woche eigenständiges Lernen zu Hause mit Lernzielen.
Häufig empfinden SchülerInnen dieses weniger vorgegebene Lernen anfangs anstrengender als Frontalunterricht. Mit Zunahme der Diversität der SchülerInnen erweist sich in den GKPS eine gut abgestimmte Mischung zwischen klassischem Frontalunterricht, Gruppen und Partnerarbeiten, Problem Based Learning PBL, Mind Maps oder alternativeren Erarbeitungs- und Prüfungsformen als gangbarer Weg.
Die benötigte Extrazeit für Einschulungen, Anwendung und Reflexion kann durch eine Verlängerung der Ausbildung geschaffen werden oder aber durch eine durchdachte Stoffreduktion (Durchforstung; Aktualisierung). „Mut zur Lücke“ ist gefordert. Auch der Umstieg auf ein individuell inskribierbares Modulsystem mit Mindestvorgaben ist zumindest an den größeren Schulen eine Überlegung wert. Ein Entrümpeln der Stofffülle macht auf jeden Fall Sinn.

Mind Maps

Mind Maps sind ein gehirngerechtes Ordnungssystem und eine kognitive Technik, die eigenständiges Erledigen von Arbeiten oder Lernen ermöglicht. Durch Mind Maps gestaltet man Aufträge und Ziele bildhaft und strukturiert diese. SchülerInnen können die Arbeiten nach ihren Ressourcen und dem eigenen Rhythmus einteilen und haben trotzdem eine klare Struktur. Siehe dazu: https://akademie-fuer-lernmethoden.de/lernmethoden/mindmaps/

PBL-Problem Based Learning

Problembasiertes Lernen ist eine Lernform, bei der die Lernenden weitgehend selbständig eine Lösung für ein vorgegebenes Problem finden sollen. So wird der Erwerb flexibel nutzbaren Wissens, die Entwicklung fächerüberschreitender Kompetenzen sowie eine bessere Problemlösefähigkeit gefördert. PBL wird in einigen GKPS eingesetzt, muss aber schrittweise erlernt, reflektiert und geübt werden. Siehe dazu das Video: https://www.youtube.com/watch?v=cMtLXXf9Sko

Lernen in und mit Bewegung, Raus ins Freie

Gutes Lernen geht auch in Verbindung mit Bewegung oder der Natur und wird in Zeiten von Digitalisierung und Social Media immer wichtiger (siehe dazu Ideenpool „Bewegung“)

Pausen beim Lernen

Es ist wichtig, die Pausen entsprechend vorheriger Anforderungen entweder aktivierend oder entspannend zu gestalten! Das Gehirn braucht Zeit, um Gelerntes zu verknüpfen und Synapsen zu bilden. Lernerfolg ist es schlecht, die meiste Zeit der Pause aufs Handy zu schauen.
„Aktivierung“ erreicht man z.B. durch Gehen, Hüpfen, Laufen, Strecken, Dehnen, Gähnen; „Entspannung“ z.B. durch bewusstes Hören in der Natur, Nichtstun, sich auf eine Bank legen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

Rhythmisierung

Rhythmisierung von Arbeit und Pausen kann Lern- und Arbeitsprozesse unterstützen. Die Schulen suchen Formen von Rhythmisierung zwischen Konzentration und Entspannung, zwischen Lernen und Pausen, die über die klassische Unterrichtsstruktur hinausgeht. Beispiele:

  • im Online-Unterricht alle 45 Minuten eine 5-minütige aktive Pause mit Bewegungs- oder Entspannungseinheiten
  • an einem bestimmten Wochentag zwei Stunden Zeit für PBL-Problem Based /Active Learning
  • eine Wochenstruktur zu einem Gesundheitsthema – dabei ist z.B. beim Schwerpunkt Ernährung jedem Wochentag eine bestimmte Ernährungsaktivität zugeordnet. Montag ist Wassertag; Dienstag Gesunde-Jause-Tag; Mittwoch Smoothietag, Donnerstag Bäckertag; Freitag Gesunde Rezepte-Tag
  • Ein Chronobiologe empfahl in einer Fortbildung einen zweistünden-Rhythmus in Schule und Arbeit: eineinhalb bis eindreiviertel Stunden Unterricht/Arbeit gepaart mit einer Viertel- bis halben Stunde Pause mit Zeit zum Erholen oder Sozialisieren. Die Pause sollte so oft wie möglich im Freien verbracht werden und je nach vorheriger Tätigkeit entweder aktivierend oder entspannend sein.
2. Lehren

Gesundheitsförderung erleben

Gesundheitsförderung soll nicht nur theoretisch unterrichtet werden. Ziel des Projektes/Programms in den Gesundheits-und Krankenpflegeschulen war und ist es, Gesundheitsförderung erlebbar zu machen. Durch die Eigenerfahrungen in der Schule kann Gesundheitsförderung in ihrer Bedeutung, Breite und Vielfalt auch langfristig und nachhaltig besser im gesamten Pflegebereich verankert werden. Es zeigt sich auch in GKPS, dass LehrerInnen gesundheitsfördernde Vorbildfunktion haben.

In Beziehung bleiben

In Beziehung, im Austausch bleiben ist auch in GKPS eine unabdingbare Basis von Lernen und Lehren – das betrifft sowohl den Lernfortschritt als auch die persönliche Kontaktebene. Besonders in Online-Zeiten ist es wichtig, zu wissen, wie es den SchülerInnen oder KollegInnen geht, um eventuell nötige Adaptionen durchzuführen oder Unterstützungen anzubieten. In Online-Zeiten bewährten sich aufmunternde, motivierende Worte, die mit den Aufgabenstellungen mitgeschickt wurden. Auch während der Praktika kann bleibender Kontakt zu Lehrpersonen wichtig sein, die Umgangsweise damit sollte aber geklärt sein, da Erreichbarkeit für niemanden zur Belastung werden sollte.

Die SchülerInnen sollten wissen, wann und wo sie Lehrpersonen erreichen können und ob das auch für Unterstützung außerhalb des Lernens gilt (z.B. wenn es ihnen nicht gut geht). Es sollte klar ausgesprochen werden, ob sie anrufen oder schreiben können, welche Methoden ihnen für Kontaktaufnahme zur Verfügung stehen und bis wann sie mit Antworten rechnen können. Die Lehrpersonen und SchülerInnen der Schulen sollten sich gemeinsam darauf einigen, welche Kontaktmöglichkeiten sie in digitalen Zeiten wählen: sei es per digitaler Schulplattform (Moodle, Blue Button,Teams, Skype), E-Mail, Telefon, Social Media (z.B. Signal, Whats-App), Videobesprechungen (Teams, Moodle, Easy Soft, Zoom usw.) oder persönliche Gespräche.
Aus sozialen Gründen erwies es sich in der Pandemiezeit z.B. als vorteilhaft, Online-Sitzungen in den Klassen länger für Gespräche und Austausch offen zu lassen.

Teamwork works

Ein bewusstes Erheben und Nutzen von Ressourcen und Fähigkeiten einzelner Personen erleichtert das Aufteilen von Arbeiten der Lehrpersonen und BetreuerInnen. Nicht alle können alles machen, Zuständigkeiten mit genauer Aufgabengliederung oder Flexibilität und regelmäßige Teambesprechungen schonen Ressourcen. Der Austausch von Materialien und Ideen kann gerne auch schulübergreifend stattfinden. Lehrpersonen sind oft EinzelkämpferInnen und manche müssen erst lernen, um Unterstützung zu bitten oder diese anzunehmen. Dafür muss man aber erlebt haben, wie nützlich Unterstützung sein kann und angenehm und gesundheitsfördernd Vertrauen und eine offene, positive Stimmung zwischen den PädagogInnen sein kann.

Inhalte des Lehrens und Entrümpelung

Es gibt durchaus Spielräume im Lehrplan, die man nützen kann: angesichts der aktuellen Herausforderungen und Veränderungen der Abschlüsse, der Auszubildenden, der Pflege und der Digitalisierung ist es wichtig, größere Teile aber auch Details des Lehrstoffs regelmäßig zu hinterfragen und zu entrümpeln, damit die Stofffülle über die Jahre nicht überhandnimmt. Man sollte sich fragen: Was sind die Ziele, was wird in der Praxis wirklich gebraucht, was ist unbedingt zu wissen? Wo müssen wir nachschärfen oder Inhalte verändern? Muss sich sowohl die Didaktik als auch die Methodik ändern? Wo braucht es im Übergang Mut zur Lücke?

Aktiver, abwechslungsreicher Unterricht

  • Möglichst aktive Gestaltung des Unterrichts – egal ob Präsenz oder online
  • beim Online-Unterricht auch Gruppenarbeiten mit breakout-sessions miteinbauen oder Vorträge abwechseln mit kurzen individuellen Recherchen von Informationen und einem gemeinsamen Zusammentragen der gefundenen Infos
  • Inhaltlichen Interaktionen zwischen den SchülerInnen – online und in Präsenz – ermöglichen
  • Speed-Dating: Austausch von Stoff oder Beantwortung von Fragen zwischen Schülerinnen – Sammeln von Argumenten
  • Lernen durch Beteiligung: Referate und Präsentationen, Gruppenarbeiten und – Aufträge sowie das Nutzen vorhandener Ressourcen und spezifischen Know-Hows der SchülerInnen! Ergänzt werden kann das im Bereich der Gesundheitsförderung durch eine Ausbildung und Einsatz einiger SchülerInnen zu Gesundheitspeers oder -coaches.
  • In Abwechslung sind auch Frontalvorträge durchaus sinnvoll, da ständiges Ausarbeiten und selbständige Arbeitsaufträge anstrengend sind, auch müde machen können und nicht alle SchülerInnen gleichermaßen unterstützen. Eine angepasste Mischung nach Intervision, Selbstreflexion oder Rücksprache ist sicher ein guter Weg.

Methodenvielfalt

Früher sprach man von der Bedeutung von Herz /Hand /Hirn im Lernprozess – mittlerweile weiß man, dass neben diesen drei Faktoren auch der Körper (Bewegung; Massage, Moments of Excellence, usw.) sowie die Sinne (Essen; Aromaöle usw.) in den Unterricht und ins Lernen miteingebaut werden sollten, um eine Optimierung eines ganzheitlichen Lernprozesses zu erreichen.
Methodenvielfalt bereichert und erleichtert das Lernen und macht mehr Spaß:
Laufdiktate, Spiele, Online Spiele- Kahoot, Memory, Geschichten – je abwechslungsreicher der Unterricht gestaltet wird, desto leichter ist es, Freude am Lernen zu haben, aktiv dabei zu bleiben und den Lehrstoff durch unterschiedliche Zugänge zu festigen. Oder lassen Sie Inhalte selbst recherchieren und Aussagen dabei mit „Richtig oder Falsch“ ankreuzen; bauen Sie bei Tests tricky questions einbauen oder erstellen Sie Kreuzworträtsel zum Erarbeiten von Stoff. All das und weit mehr wurde in den GKPS schon mit Erfolg ausprobiert. Mittlerweile tauschen Lehrkörper und Schulen untereinander auch ihre Ideen und Gedanken zum Unterricht aus und lernen in Zeiten neuer pädagogischer Herausforderungen voneinander.

Methodensammlung

Zwei empfehlenswerte Methodensammlung für Unterrichtsideen in der Erwachsenenbildung finden Sie hier:
http://www.epiz-berlin.de/wp-content/uploads/2013-Methodensammlung-fu%CC%88r-Referent_innen.pdf
https://erwachsenenbildung.at/themen/lernwerkstatt/methoden_der_erwachsenenbildung.php
Eine GKPS hat zur Kompetenzerweiterung der PädagogInnen und leichteren Verwendung diese Sammlung ausgedruckt und mehrere Mappen sichtbar zum regelmäßigen Schmökern ins Sekretariat gestellt.

Online-Plattformen und Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert das Lernen und das Lehren. So können nun Plattformen effizient und flexibel für Inhaltsvermittlung, Information und Verwaltung genützt werden, aber auch für vielfältigere Möglichkeiten der Kommunikation und des sozialen Austausches.
Eine GKPS legte auf ihrer Lernplattform auch einen eigenen Kurs „Gesundheitsförderliche Schule“ an. Dieser Kurs für alle Auszubildenden hatte folgenden Ziele:

  • Förderung der Gesundheitskompetenz in punkto Ernährung, Entspannung, Bewegung und mentale Gesundheit
  • Anregungen zur körperlichen Aktivierung
  • Jede Woche ein neuer gesundheitsfördernder Pausentipp von LehrerInnen oder SchülerInnen
  • Informationsplattform – für jede/n soll etwas Informatives rund um den Themenbereich der Gesundheit/Gesundheitsförderung dabei sein. Auch über Corona (Prävention, Impfungen, Praktikum) wurde dabei informiert.
Prüfen & Bewerten

Es gibt neben den klassischen Arten von Prüfungen und Tests weitere Möglichkeiten, Wissen zu überprüfen. Hier einige Vorschläge, wie sie GKPS bereits anwenden:

  • Richtig oder falsch? R/F Texte/Lernstoff lesen lassen – zum Schluss einige Aussagen, die die SchülerInnen mit „richtig“ oder „falsch“ beurteilen
  • Lückentexte ergänzen lassen
  • Zusammenfassungen: Erklärvideos oder Podcasts zusammenfassen lassen oder inhaltliche Fragen nach einigen Tagen dazu beantworten lassen
  • Gestaltung von Unterrichtsteilen: SchülerInnen gestalten oder präsentieren Inhalte – das geht auch per Video (Weiterleiten an die anderen) oder in Präsenz
  • Clustern: Text/inhaltliche Bausteine auf A4 Zettel erfassen und Zusammenhänge markieren
  • Quizfragen: z.B. mit Kahoot (= Quiztool)
  • Abläufe reihen lassen: z.B. Reihenfolge von Abläufen im Pflegevorgang anhand von Bildern legen und aufkleben
  • Peer-Education: anderen SchülerInnen Stoffgebiete z.B. im praktischen LLT-Unterricht vorstellen, erklären, Handgriffe zeigen lassen – das wird als Mitarbeit oder auch als Prüfung gewertet. Es geht auch als Variante zwischen verschiedenen Jahrgängen. Darauf bereiten sich SchülerInnen besonders gut vor und belegen ihre Kompetenz – die PädagogInnen beobachten, können im Anschluss noch nachfragen und beurteilen.