Gebt den Kindern einen Garten

Wissenstransfer über Pflanzen, Tiere, Garten- und Ackerbau im essbaren, bunten Klassenzimmer im Freien

Es ist noch gar nicht so lange her, da spielte sich das Kinderleben weitgehend im Freien ab. Wiesen, Gärten und Wälder dienten als „Klassenzimmer des Lebens“. Naturerfahrungen wurden „ganz nebenbei“ gemacht und Wissenstransfer über Pflanzen, Tiere sowie Garten- und Ackerbau vollzog sich generationsübergreifend. Die körperliche Betätigung an der frischen Luft förderte zudem die Gesundheit und die Ausbildung sowohl grob- als auch feinmotorischer Fertigkeiten.

Um Kindern diesen natürlichen Lebens- und Lernraum wieder zur Verfügung zu stellen, wurde das Konzept des „Essbaren, bunten Klassenzimmers“ entwickelt. Wir nutzen dafür den Schulgarten, Wiesen, Wälder und öffentliche Flächen wie Parks und Spielplätze, die sich in unmittelbarer Nähe der Schule befinden.

Inhalte

  • Gemeinsam ziehen wir Gemüsepflanzen (Saatgutkunde) vor,
  • beobachten das Wachstum der Pflanzen (Forschertagebuch),
  • lernen Wild- und Kulturpflanzen kennen (Pflanzenkunde),
  • geben den Pflanzen einen optimalen Platz zum Gedeihen (Freiland- und/oder Topfkultur),
  • kompostieren (Humusaufbau),
  • beernten die Früchte,
  • verarbeiten sie und machen sie haltbar (Altes Wissen und Handwerk) und
  • lernen die Heilkraft der Pflanzen kennen (Herstellung von Zahnpasten, Anti-Mückensprays, Salben,…).

Was Kinder, Eltern und PädagogInnen lernen können

Gemeinsam wird ein Teil des Schulgartens/ Schulhofs zum „Essbaren, bunten Klassenzimmer“ gestaltet. Gemüse und Kräuter werden miteinander vorgezogen, ins Freiland gesetzt, geerntet und verarbeitet.

Die PädagogInnen erleben mit ihren SchülerInnen den Umgang mit dem Natur-(Permakultur-) Garten und erfahren wie sie die Kinder über das Gartenjahr begleiten können.

Die Eltern werden aktiv in die Gestaltung und Betreuung des „Essbaren, bunten Klassenzimmers“ einbezogen und erhalten praktische Tipps zur Verarbeitung von Naturprodukten (Salben, Pestos, Aufstriche und mehr).

Die SchülerInnen erfahren Naturbegegnung im Alltag, kochen einfache Rezepte mit ihren selbst angebauten Früchten und tragen durch ihr neu entstandenes Outdoorklassenzimmer aktiv zur Verbesserung der Lebensqualität von Mensch, Tier und Pflanze bei.

Leistungsumfang

  • Arbeit mit den SchülerInnen: 3 x 2 Stunden pro Klasse
  • Fortbildung für PädagogInnen und Eltern: 4 Stunden/Schule