Jedes Jahr im Frühling findet ein Netzwerktreffen für PädagogInnen verschiedener Schultypen statt.
Vorschau 2019: Mi 15. Mai 2019, Steiermarkhof in Graz

Netzwerktreffen Schule 2018

Rund 200 PädagogInnen aller Schultypen beschäftigten sich am 15. Mai 2018 mit dem Lebensraum Schule. Was braucht man, um motiviert seinen beruflichen Aufgaben nachkommen zu können? Auf alle Fälle eine sinnerfüllende Tätigkeit!
Als Pädagogin/e trägt man wesentlich dazu bei, jungen Menschen die Freude am Lernen zu vermitteln und sie dabei zu begleiten, selbst Motivation und Sinn im Leben zu finden. Wichtig dabei ist, den sogenannten „inneren Schweinehund“ immer wieder zu überlisten, indem man sich Ziele setzt, diese visualisiert und die Zielerreichung nicht aufschiebt, sondern gleich angeht. Hat man sich einmal auf ein Ziel fokussiert, sollte man vor allem in der Anfangsphase keine Ausnahmen machen.

Der Kommunikationstrainer Marco von Münchhausen beschrieb fünf entscheidenden Werte, um Arbeitszufriedenheit und Motivation zu steigern:

  • Die Herausforderung, eine Aufgabe meistern zu können, in der man gut ist und die bewältigbar erscheint und dafür ein „flow-Gefühl“ zu ernten
  • den Sinn hinter der Tätigkeit zu sehen
  • ein Wir-Gefühl: die Identifikation mit den KollegInnen, der Schule, den SchülerInnen
  • Anerkennung auf drei Ebenen: von innen, von oben und von außen
  • Weiterentwicklungsmöglichkeiten persönlicher oder formaler Art

Die Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Werten thematisierte auch Lebens-/Sozialberaterin und Coach Silvia Adam-Scheucher in ihrem Workshop. Unterschiedliche Wertvorstellungen sind im schulischen Bereich oft Ursache für Unzufriedenheit und Konflikte. Daher ist es wichtig, sich mit den eigenen Werten auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und Priorisierungen vorzunehmen.

Sportwissenschaftler und Mentalcoach Johannes Gosch bot praktische Tipps und wissenschaftliche Hintergründe, um mentale Stärke einerseits als Lehrperson zu trainieren und andererseits auch an die SchülerInnen weitergeben zu können.

„Singen macht glücklich, ist Yoga für die Stimme und macht uns zu besseren Sprechern“, erklärte Daniela Fritz, Sängerin und Gesangspädagogin, in ihrem Workshop. Während wir beim Sprechen lange mit schlechten Gewohnheiten leben können, müssen wir sie beim Singen korrigieren, da sich unsere Stimme sonst schnell wehrt und wir heiser werden. Im Workshop wurden Übungen vermittelt, welche die Sprechstimme stärker und weniger anfällig machen.

Die Arbeitspsychologin Margit Gietler zeigte in ihrem Workshop, wie man innere Reaktionsmuster hinterfragen kann und lernt, durch Achtsamkeit gelassener damit umzugehen. Dies stärkt die psychische Gesundheit und hilft auch im Schulalltag, weniger negativen Stress zu erleben.

Silvia Gutkauf, Gesundheitsförderin, entführte die TeilnehmerInnen auf eine Entspannungsreise mit Musik und gab Tipps, um einen gesundheitsförderlichen Rhythmus zu finden, um mit dem Alltags-Stress besser klar zu kommen.

„Ich halt‘ es nicht mehr aus – es ist so laut!“: ein Thema, das beinahe jede/r PädagogIn gut aus dem eigenen Schulalltag kennt! Psychologin und Pädagogin Katharina Takacs ermöglichte in ihrem Workshop, Maßnahmen zur Lärmminderung für die eigene Klasse oder Schule kennenzulernen. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Lärmentstehung und -vermeidung wurden viele praktische Beispiele thematisiert.

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