Bitte nachmachen! – Beispiele aus Gesunden Volksschulen

VS Falkenstein: Freiheit zum Denken und Wachsen

An der VS Falkenstein wird in der Freiarbeit selbst bestimmt und organisiert, was zuerst dran kommt und die Kinder arbeiten so nach ihrem eigenen Tempo – seit über 10 Jahren in Mehrstufenklassen. Die praktischen und kreativen Fähigkeiten spielen dabei eine große Rolle: Theater, Musik, Feuermachen ohne Anleitung und mit nur wenigen Hilfsmitteln, all das wird an der „Schule im Aufbruch“ praktiziert. Einmal im Monat werden die erlernten Künste dann bei Aufführungen den Eltern präsentiert. Beim gemeinsamen Singen und Theaterspielen zu Schulschluss durften wir erleben, dass auch Integration gar nicht benannt werden muss, weil es unter Kindern, Eltern und Lehrern selbstverständlich ist, Menschen mit besonderen Bedürfnissen dabei haben zu wollen.

Wir gratulieren der VS Falkenstein herzlich zur wiederholten Auszeichnung als Gesunde Schule!

VS Geidorf in Graz: Mehrsprachigkeit als Chance

Die Förderung der Gemeinschaft ist der VS Geidorf ein großes Anliegen, weil das Zusammenleben von Kulturen an der Schule aktiv erlebt wird. Der Kroatisch-Schwerpunkt zeichnet die Schule aus und soll nach Möglichkeit unbedingt erhalten bleiben. Direktorin Heidi Scheucher möchte außerdem die tägliche Bewegung im Freien und dabei die Kooperation mit den lokalen Vereinen ausbauen.

Als Zeichen der Mitarbeit im Netzwerk Gesunde Volksschule verliehen wir im Rahmen der eindrucksvoll und abwechslungsreich gestalteten 150-Jahr-Feier unsere Tafel „Gesunde Schule – gemeinsam gestalten“.

VS Oberaich: Kleine Lebensretter

An der VS Oberaich wird Gesundes Miteinander ganz groß geschrieben, und dazu gehört auch, dass man im Ernstfall helfen kann, wenn es dem anderen schlecht geht. Seit drei Jahren arbeitet die Volksschule in einem Kooperationsprojekt mit dem Roten Kreuz daran, die Kinder in Form von spielerischen Wettbewerben und Schulungen in Erster Hilfe auszubilden. Die Schulärztin bringt sich dabei aktiv ein und trägt wesentlich dazu bei, Gesundheit zu einem Schulthema zu machen. Aber auch im Bereich Bewegungsförderung hat die Schule viel zu bieten: die Gänge werden zu Bewegungsbereichen umfunktioniert, es gibt die bewegte Pause im Freien und eine rege Kooperation mit regionalen Vereinen.

Das Motto von Schulleiterin Karin Knoll: „Zurück zum Wesentlichen“, Lehrergesundheit pflegen, Eltern regelmäßig zu ihrer Zufriedenheit mit der Schule befragen und das Schuljahr nicht mit Terminen überladen!
2016_08_26_GVS_Falkenstein (2)Auszeichnung der Volksschule Falkenstein

Ein Kommentar

  1. Wolfgang Buchner

    Nun wurde diese ausgezeichnete Schule vom Land geschlossen. Weil man stur die Unterschreitung der gleichfalls vom Land beschlossenen Mindestanzahl von 20 Schülern pro Klasse exekutiert. Ganz unabhängig von der Qualität der Schule und gegen den ausdrücklichen Willen der örtlichen Bevölkerung. Im Burgenland beträgt übrigens diese Zahl 10. In Tirol sogar nur 3. Wie paradox: Das Land fördert die Landflucht. Eine Landesschande !
    Wolfgang Buchner

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