ELLA plus-News, Nr. 6

Im Zentrum der Ausgabe steht diesmal die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pädagog*innen. Gibt es im Lehrer*innenberuf ein erhöhtes Burnout-Risiko? Was tut mir gut? Wie können wir die Gesundheit stärken? Und warum gehört es zum professionellen Handeln, dass ich gut auf mich und meine Balance achte?

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1. Worum geht es?

Die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pädagog*innen ist nicht nur „nice to have“, sondern „must have“. Sie ist Grundlage für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit, weil sie Beziehungsfähigkeit ermöglicht und stärkt. Nur wenn es uns gut geht, können wir uns auf die vielfältigen und herausfordernden Beziehungen in der Schule einlassen. Und nur wenn Schüler*innen sich persönlich wahrgenommen und „abgeholt“ fühlen, sich wertgeschätzt und sicher fühlen, können sie ihr Lernpotential bestmöglich entfalten.

Somit tut es nicht nur gut, auf sich zu schauen, sondern kann als Teil professionellen Handelns in pädagogischen Berufsfeldern verstanden werden.

Vielleicht hilft diese Sichtweise, die eigene Selbstfürsorge auch wirklich ernst zu nehmen? Die aktuelle Studie von Schaarschmidt und Fischer (2025) gibt nämlich noch keine Entwarnung: Die Gesundheit von Lehrer*innen hat sich nicht ausreichend verbessert. Auch wenn das Bewusstsein dafür zum Glück in den vergangenen zwei Jahrzehnten gewachsen ist. Früher wäre es undenkbar gewesen, dass das Thema sogar einen Schwerpunkt im Schulentwicklungsplan darstellt. Heutzutage erkennen immer mehr Pädagog*innen und Schulleiter*innen den Wert und auch die Notwendigkeit, gezielt auf die Gesundheit aller – am Schulgeschehen Beteiligten – zu schauen.

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2. Neues aus der Forschung

Uwe Schaarschmidt ist aufgrund seiner Potsdamer Lehrer*innen-Studie aus dem Jahr 2005 gut bekannt. 2025 hat er nun gemeinsam mit Andreas Fischer die Daten von damals verglichen und in seinem Buch „Gesund bleiben. Risiken und Ressourcen am Arbeitsplatz Schule“ veröffentlicht. Darin findet sich leider kein Grund zur Entwarnung, was die Gesundheitssituation der Lehrer*innen (in Deutschland, Schweiz und Österreich) betrifft.

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3. Zu Wort

Zu Wort kommt diesmal Judith Albrecht, Psychotherapeutin in freier Praxis und für das BFP Steiermark – Beratung für Pädagog*innen Steiermark, umfangreiche Berufserfahrung als Lehrerin und Schul-(cluster)leiterin für Primarstufe, Mittelschule und Sonderpädagogik, Moderatorin im Projekt BeKo-Beziehung und kollegiales Lernen

zum Interview

Entspannung, Stressabbau
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4. Kennen Sie schon…

… die Beiträge zum Thema Pädagog*innen-Gesundheit auf der Webseite www.feel-ok.at? Dort findet man nicht nur interessante Anregungen für die Arbeit mit Schüler*innen, sondern auch hilfreiche Impulse für die eigene Gesundheit, z.B. zum Thema Stressmanagement oder Klassenmanagement!

Hier geht´s zu www.feel-ok.at

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5. Fakten-Check

Im Lehrer*innen-Beruf gibt es keine erhöhten Burnout-Raten, wie vielerorts geglaubt wird. Es ist lediglich einer der Burnout-Faktoren erhöht: die emotionale Erschöpfung! Das soll Lehrer*innen umso mehr veranlassen, in die eigene Emotionsregulierung und Erholung zu investieren. Die Dr.-Strategie zum Schutz und zur Stärkung ernst nehmen:

Distanzieren und Regenerieren.

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6. Praxis-Zone

6 Tipps und Ansatzebenen zur Stärkung der Lehrer*innen-Gesundheit

  1. Aktiv Beziehungen gestalten und für emotionale Erholung sorgen
  2. Mental bewusst steuern und „genug ist genug“
  3. Regeneration täglich mehrmals und Atmen, Atmen, Atmen
  4. Bewusst zusammen arbeiten
  5. Struktur für Gesundheit schaffen und Gesundes Führen
  6. Ein kleiner nächster Schritt oder Zauberformel Selbstwirksamkeit

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7. Save the date

Für Pädagog*innen:

Sommertagung „Psychosoziale Gesundheit im Lehrberuf – Resonanz (er)leben – Resilienz stärken“
Di 1. und Mi 2. September 2026, PPH der Diözese Linz

Anmeldung bis 5. Juni 2026 über phonline unter Angabe der LV-Nr.: F20S26WD06 (https://www.ph-online.ac.at/ph-bgld)

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Herausfordernde Gespräche mit Eltern führen
Mi 20. Mai 2026, 14.30 – 17.30 Uhr, Volksschule Stainach
Gute und konstruktive Gespräche mit Eltern brauchen viel Einfühlungsvermögen und Beziehungsarbeit, aber auch Routine.
Anhand von Beispielen und praktischen Übungen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man achtsamkeitsbasiert und lösungsgestaltend Beziehungen aufbaut und wie man unbehagliche Inhalte professionell und gut aufbereitet besprechen kann.

Der Workshop richtet sich an PädagogInnen, BeratungslehrerInnen, Mitglieder von IZB-Teams, SchulsozialarbeiterInnen und interessierte Personen.

Anmeldung unter: eva.frauscher@phst.at 

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8. Angebote, Links & Literatur

Hier finden Sie eine Auswahl an bewährten Materialien und Literaturtipps zu Gesundheit und Wohlbefinden von Pädagog*innen.

zur Liste >

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9. Ideenwerkstatt

Diesmal geht es um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pädagog*innen. Wir laden Sie ein, kurz über die eigene Selbstfürsorge und die von Kolleg*innen zu reflektieren.

Machen Sie mit und gewinnen Sie tolle Preise! Die Gewinner*innen werden per E-Mail informiert.

Hier > geht´s zur Befragung.

Einsendeschluss:  Mo 15. Juni 2026

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