Gemeinsam Gehen

Projektziel war die Gestaltung einer fußgängerfreundlichen Lebenswelt speziell für ältere Menschen, um deren Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten.

Internationale und nationale Daten bestätigen, dass die körperliche Aktivität besonders bei älteren und alten Menschen abnimmt. Durch einfaches „Gehen“ können gerade ältere Menschen ihre gesundheitliche Lebensqualität und die so wertvolle Selbstständigkeit im Alltag aufrecht erhalten bzw. verbessern. Im Lebensraum Gemeinde können wir Bedingungen und Angebote so gestalten, dass sich die Gesundheitschancen der älteren Bevölkerung verbessern und ihre Gesundheitspotenziale gestärkt werden.

Projektzielgruppe

Menschen im Alter von 65plus

Projektmaßnahmen

Mit Beteiligung der Zielgruppe 65plus sowie VertreterInnen der Gesunden Gemeinde und relevanten Organisationen bzw. Einrichtungen wurde und wird ein Bündel an Maßnahmen zur Förderung der körperlichen Aktivität umgesetzt.

  • Durchführung einer Sozialraumanalyse (inkl. Sozialraumbegehung) gemeinsam mit der Zielgruppe: Wie fußgängerfreundlich sind die Gehwege zum Gemeindeamt, zur Bank, zum Arzt, zu Treffpunkten? Wo sind Räume zur Regeneration, und wie gut sind sie zu Fuß erreichbar? Wie gut sind die Wege beleuchtet und wo gibt es Toiletten? Gibt es auf diesen Wegen bauliche Barrieren, die von einer Benützung abhalten? Ergebnis ist eine Übersichtskarte, die die spezifische Infrastruktur abbildet und so die ältere Bevölkerung unterstützt.
  • Der Aufbau eines ehrenamtlichen, sozialen Begleitdienstes richtet sich an jene Personen, die zwar noch gehen können, aber sich längere Strecken nicht mehr alleine zutrauen. Der Begleitdienst holt den älteren/alten Menschen zu Hause ab und begleitet diesen zu Fuß zum Einkaufen, auf Behördenwegen, zu ÄrztInnen, etc. Der Begleitdienst soll Selbstständigkeit trotz Unterstützungsbedarf gewährleisten. Voraussetzung für diese Art von Begleitdienst ist eine Qualifizierung der BegleiterInnen, die im Rahmen des Projektes erfolgte.
  • Niederschwellige „Gehen-Treffen“ haben neben der körperlichen Aktivierung vor allem auch die Förderung des Soziallebens älterer und alter Menschen zum Ziel. Darüber hinaus sind Gleichgewichts-, Koordinations- und Beweglichkeitsübungen zur Vorbeugung von Stürzen ebenfalls fixer Bestandteil der Übungseinheiten. Die LeiterInnen der „Gehen-Treffen“ erhielten im Rahmen des Projektes wichtige Grundinformationen zu Haftpflicht und allgemeiner Sicherheit sowie zu Ausrüstung und Hilfsmitteln.
  • Die Entwicklung von Schwerpunktangeboten erfolgte beteiligungsorientiert über die Initiativgruppe der Gesunden Gemeinde und soll das fixe Maßnahmenbündel um gemeindespezifische Maßnahmen erweitern wie z.B. Verkehrssicherheitsschulungen, Themenrundgänge, niederschwellige Wandergruppen oder ein Gehen-Event.