Dreiländertagung feel-ok

Jugendgesundheitskompetenz in Österreich, Deutschland und der Schweiz fördern

Die Tagung hat 2020 in Götzis in Vorarlberg stattgefunden. 42 Fachpersonen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz nahmen daran teil. 22 Personen haben außerdem die Schulung zum Einsatz von feel-ok besucht  – davon 15 Vorarlberger LehrerInnen aus unterschiedlichen Schultypen.

Am Programm standen ...

Eine Kurzbeschreibung der Workshopinhalte finden Sie am Seitenende.

Bei gemeinsamen Mittag- und Abendessen sowie bei den praxisbezogenen Workshops gab es genug Möglichkeiten zum näheren Kennenlernen und Austauschen von Erfahrungen.

FOK_Tagung-31_webDreiländertagung feel-ok 2020 in Vorarlberg
Und wie hat es den TeilnehmerInnen gefallen?

Die Tagung wurde mittels Feedbackbogen von den TeilnehmerInnen bewertet. Mehr als die Hälfte der Bögen wurde retourniert.

60 % bewerten die Tagung insgesamt als „sehr gut“, 40 % als „gut“.

Nachfolgend die Prozentwerte für die Antworten „trifft völlig zu“ und „trifft eher zu“.

  • Rund 90 % konnten ihr Wissen über (Jugend-)Gesundheitskompetenz erweitern.
  • Rund 90 % konnten Anregungen für den Einsatz von feel-ok in ihrer Arbeit gewinnen.
  • Alle sind motiviert, feel-ok (wenn passend) in ihrer Arbeit einzusetzen.
  • Rund 95 % konnten durch die Tagung darin bestärkt werden, Teil des feel-ok Netzwerks zu sein.
  • Alle sind motiviert, sich weiterhin im Netzwerk auszutauschen.
  • Über 90 % bewerten die Workshopinhalte als praxistauglich und für die Arbeit nützlich.

Einige Rückmeldungen der TeilnehmerInnen

  • Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen; gut organisiert, angemessene Pausen; WS 2 war top!
  • Workshops waren praxisbezogen!
  • Persönlicher Austausch; Vorträge der ReferentInnen; die verschiedenen Vorgehensweisen der Länder; Danke – tolle Veranstaltung!
  • Netzwerken; praktische Einsatzmöglichkeiten
  • Verpflegung; kleiner/familiärer Rahmen; Location/Parkmöglichkeiten; Austausch mit Schweiz und Deutschland
FOK_Tagung-34_webDas Organisationsteam von SUPRO und Styria vitalis. In der Mitte Oliver Padlina, der Gründer von feel-ok.
Styria vitalis und SUPRO bedanken sich für den anregenden und spannenden Austausch!
feelok-2
feelok-3
feelok-4
feelok-7
feelok-8
feelok-10
feelok-12
feelok-15
feelok-16
feelok-20
feelok-23
feelok-25
feelok-26
feelok-27
feelok-28
feelok-29
feelok-30
feelok-35
feelok-36
feelok-37
feelok-38
feelok-39
Workshops im Rahmen der Tagung
FOK_Workshop_ReferentInnen.indd

Workshop 1: Social Media für feel-ok nutzen
Natalie Haas (Styria vitalis)

Die Generation Z (1997-2012) ist die erste Generation, die ein Leben ohne Internet nicht kennt. Online-Shopping, Nachrichten, Videos, Kontakt mit Freunden… bei fast allen Lebensbereichen spielen das Internet – und damit auch die sozialen Netzwerke – eine Rolle. Twitter, Snapchat, TikTok, Instagram und YouTube sind wichtige Plattformen für Jugendliche, die täglich genutzt werden. Im Workshop gibt es einen allgemeinen Input zum Social Media-Verhalten von Jugendlichen in Österreich. Anhand des feel-ok Instagram Accounts wird im Workshop gezeigt, wie man diese Plattform nutzen kann, um Gesundheitsangebote für Jugendliche zu präsentieren, wovon die Reichweite abhängt und was Jugendlichen wichtig ist. Dabei wird auch auf Erfahrungen und Herausforderungen bei der Implementierung eingegangen. Es werden Apps und Tools vorgestellt, mit denen Beiträge erstellt und geplant werden können. Des Weiteren wird ein Videoschneideprogramm vorgestellt, um Instagram-Videos zu erstellen.

Workshop 2: Jugendpartizipation und Methoden zur Gesundheitsförderung
Oliver Padlina (RADIX)

Die Netflix-, YouTube-, Spotify-, Instagram-, WhatsApp- und Snapchat-Generation: Diese Begriffe beschreiben die Welt, in der sich die Mehrzahl der Jugendlichen von heute bewegt. Heute steht ein Überangebot von Unterhaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese werden auch von den meisten jungen Menschen aktiv genutzt, davon in der Regel jedoch nur das, was unmittelbar von Interesse ist. Langeweile ist out, alles muss ohne Unterbrechung interessant und spannend sein. Von dieser Entwicklung ist auch die Prävention betroffen. Die Antwort von feel-ok.ch darauf heißt „Methoden und Jugendpartizipation“. Damit ist gemeint, dass Jugendliche vor der Entwicklung einer neuen Intervention konsultiert werden, um herauszufinden, was sie interessiert, welche Erwartungen sie haben, welche Probleme sie beschäftigen, aber auch Lösungen zu bieten. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden neue Methoden entwickelt, mit Schulklassen getestet, optimiert und auf feel-ok.ch veröffentlicht. Mit der Tabakprävention und der Förderung der psychischen Gesundheit als Beispiele wird im Workshop erklärt, wie Jugendliche beteiligt wurden, welche Erkenntnisse die Umfragen generiert haben und welche Methoden daraus entstanden sind.

Workshop 3: Potentiale von feel-ok in der Suchtprävention
Andreas Prenn (SUPRO – Gesundheitsförderung und Prävention)

Ein wesentlicher Auftrag der Suchtprävention ist es, Jugendlichen verlässliche und korrekte Informationen von Fachinstitutionen wie den Suchtpräventionsstellen zur Verfügung zu stellen. Nachdem Jugendliche ihre Informationen überwiegend aus dem Internet beziehen, gilt es sicher zu stellen, dass sie dort für sie ansprechend aufbereitete Informationen vorfinden bzw. dass sie wissen, welchen Webseiten und Plattformen sie vertrauen können. Die bevorzugte Suchmaschine von Jugendlichen ist nicht etwa Google, sondern YouTube. Daher gilt es, die notwendige Information beispielsweise im Format eines Videos, jedenfalls kurz und bündig, optisch ansprechend und in der Sprache der Jugendlichen aufzubereiten. feel-ok bietet diese Plattform und ist im schulischen Setting auch für andere Themenstellungen von Jugendlichen bekannt. Im Workshop werden Erfahrungen von SUPRO mit feel-ok berichtet und die TeilnehmerInnen eingeladen, Erfahrungen einzubringen, um voneinander zu lernen und neue Ideen zum Einsatz von feel-ok in der Praxis zu entwickeln.

Workshop 4: Gesundheitskompetenz vermitteln mit der feel-ok-Box
Inge Zelinka-Roitner (Styria vitalis)

Wissen, verstehen, anwenden und entscheiden bilden zentrale Elemente der Gesundheitskompetenz von Jugendlichen. In der Phase der Adoleszenz kommt es zu grundlegenden geistigen, körperlichen und emotionalen Entwicklungsprozessen, die auch das Gesundheits- bzw. Risikoverhalten prägen. Jugendliche brauchen ein fundiertes Gesundheitswissen, um später die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Für die sogenannte digitale Generation stellt die Beschaffung von Informationen an sich kein Hindernis dar. Umso wichtiger ist es, seriöses, evidenzbasiertes, fachlich fundiertes Gesundheitswissen frei von kommerzieller Werbung in einem digitalen Informationsportal anzubieten. Um Jugendliche bestmöglich erreichen zu können, wählen wir den Zugang über das Setting Schule und haben für die Sekundarstufe eine Materialbox mit Stundenbildern zu 10 gesundheitsrelevanten Themen erstellt: Bewegung, Ernährung, Gewalt, Klima und Nachhaltigkeit, Liebe & Sexualität, Medien, Prävention und Versorgung, Psychosoziale Gesundheit, Rausch und Risiko und Suchtmittel. Die Stundenbilder enthalten neben den Lernzielen einen Wissensteil für PädagogInnen, Fallbeispiele getrennt für Unter- und Oberstufe, Reflexionsfragen und vertiefende Übungen. Alle Stundenbilder sind mit www.feel-ok.at verknüpft, um den SchülerInnen eine unabhängige, evidenzbasierte Recherche-Quelle für die Bearbeitung der Stundenbilder zur Verfügung zu stellen. Auf Organisationsebene soll der Leitfaden „Schulen für Gesundheitskompetenz“ mithilfe von Checklisten gewährleisten, dass gesundheitskompetente Verhältnisse in der Schule gesundheitskompetentes Verhalten ermöglichen.

FOK_Tagung