Dreiländertagung feel-ok

Jugendgesundheitskompetenz in Österreich, Deutschland und der Schweiz fördern
  • Datum: Di 10. / Mi 11. März 2020
  • Ort: Jonas Schlössle, Junker-Jonas-Platz 1, 6840 Götzis
Programm

Di 10. März 2020

13.00-13.30 Uhr: Ankommen & kleine Stärkung

13.30-14.00 Uhr: Begrüßung durch…
Petra Gajar (Fonds Gesundes Österreich), VertreterIn des Dachverbands der österreichischen Sozialversicherung, Karin Reis-Klingspiegl (Styria vitalis), Andreas Prenn (SUPRO) sowie eine Grußbotschaft der Vorsitzenden der ÖPGK Christina Dietscher

14.00-16.00 Uhr: feel-ok in der Schweiz, Österreich und Deutschland: Ziele, Strategien, Visionen, Highlights
Oliver Padlina (RADIX); Antonia Köck (Styria vitalis); Sabine Lang (BWLV)

16.00-16.30 Uhr: Pause

16.30-18.00 Uhr: Workshops (Wahl zwischen 5 Workshops vor Ort)

ab 18.00 Uhr: Gemeinsames Abendessen in der Pizzeria Tamborino

Mi 11. März 2020

09.00-10.00 Uhr: Impulsvortrag: Gesundheitskompetenz von Jugendlichen
Inge Zelinka-Roitner (Styria vitalis)

10.00-10.30 Uhr: Pause & kleine Stärkung

10.30-12.00 Uhr: Workshops (Wahl zwischen 5 Workshops vor Ort)

12.00-12.30 Uhr: Zusammenfassung der Workshops

12.30-13.00 Uhr: Offizieller Abschluss

13.00-14.00 Uhr: Mittagessen im „gächters amBach“

14.00-15.30 Uhr: Praktischer Einsatz von feel-ok: Information und Promotion für die interessierte Öffentlichkeit

Workshops im Rahmen der Tagung
Unbenannt-1

Workshop 1: Social Media für feel-ok nutzen
Natalie Haas (Styria vitalis)

Die Generation Z (1997-2012) ist die erste Generation, die ein Leben ohne Internet nicht kennt. Online-Shopping, Nachrichten, Videos, Kontakt mit Freunden… bei fast allen Lebensbereichen spielen das Internet – und damit auch die sozialen Netzwerke – eine Rolle. Twitter, Snapchat, TikTok, Instagram und YouTube sind wichtige Plattformen für Jugendliche, die täglich genutzt werden. Im Workshop gibt es einen allgemeinen Input zum Social Media-Verhalten von Jugendlichen in Österreich. Anhand des feel-ok Instagram Accounts wird im Workshop gezeigt, wie man diese Plattform nutzen kann, um Gesundheitsangebote für Jugendliche zu präsentieren, wovon die Reichweite abhängt und was Jugendlichen wichtig ist. Dabei wird auch auf Erfahrungen und Herausforderungen bei der Implementierung eingegangen. Es werden Apps und Tools vorgestellt, mit denen Beiträge erstellt und geplant werden können. Des Weiteren wird ein Videoschneideprogramm vorgestellt, um Instagram-Videos zu erstellen.

Workshop 2: Jugendpartizipation und Methoden zur Gesundheitsförderung
Oliver Padlina (RADIX)

Die Netflix-, YouTube-, Spotify-, Instagram-, WhatsApp- und Snapchat-Generation: Diese Begriffe beschreiben die Welt, in der sich die Mehrzahl der Jugendlichen von heute bewegt. Heute steht ein Überangebot von Unterhaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese werden auch von den meisten jungen Menschen aktiv genutzt, davon in der Regel jedoch nur das, was unmittelbar von Interesse ist. Langeweile ist out, alles muss ohne Unterbrechung interessant und spannend sein. Von dieser Entwicklung ist auch die Prävention betroffen. Die Antwort von feel-ok.ch darauf heißt „Methoden und Jugendpartizipation“. Damit ist gemeint, dass Jugendliche vor der Entwicklung einer neuen Intervention konsultiert werden, um herauszufinden, was sie interessiert, welche Erwartungen sie haben, welche Probleme sie beschäftigen, aber auch Lösungen zu bieten. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden neue Methoden entwickelt, mit Schulklassen getestet, optimiert und auf feel-ok.ch veröffentlicht. Mit der Tabakprävention und der Förderung der psychischen Gesundheit als Beispiele wird im Workshop erklärt, wie Jugendliche beteiligt wurden, welche Erkenntnisse die Umfragen generiert haben und welche Methoden daraus entstanden sind.

Workshop 3: Öffentlichkeitsarbeit für und Verbreitung von feel-ok
Karin Reis-Klingspiegl (Styria vitalis) und Sabine Lang (BWLV)

feel-ok fördert die Gesundheits- und Lebenskompetenz von Jugendlichen seit 20 Jahren in der Schweiz, seit 15 Jahren in Österreich und seit knapp 10 Jahren in Deutschland. Die Websites erfreuen sich guter und steigender Beliebtheit. 2018 verzeichnete feel-ok fast 770.000 Besuche. Gleichzeitig zeigt sich, dass die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Sitzung abnimmt. Es stellt sich daher einerseits die Frage, wer feel-ok wie in welchen Settings nutzt, andererseits suchen wir Antworten, wie der Bekanntheitsgrad von feel-ok weiter gesteigert und eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten gefördert werden kann. Ausgehend von den Erfahrungen und Herausforderungen in Deutschland und Österreich bietet dieser Workshop die Möglichkeit einer Ideen- und Zukunftswerkstatt für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit und Nutzung von feel-ok in der Zukunft.

Workshop 4: Potentiale von feel-ok in der Suchtprävention
Andreas Prenn (SUPRO – Gesundheitsförderung und Prävention)

Ein wesentlicher Auftrag der Suchtprävention ist es, Jugendlichen verlässliche und korrekte Informationen von Fachinstitutionen wie den Suchtpräventionsstellen zur Verfügung zu stellen. Nachdem Jugendliche ihre Informationen überwiegend aus dem Internet beziehen, gilt es sicher zu stellen, dass sie dort für sie ansprechend aufbereitete Informationen vorfinden bzw. dass sie wissen, welchen Webseiten und Plattformen sie vertrauen können. Die bevorzugte Suchmaschine von Jugendlichen ist nicht etwa Google, sondern YouTube. Daher gilt es, die notwendige Information beispielsweise im Format eines Videos, jedenfalls kurz und bündig, optisch ansprechend und in der Sprache der Jugendlichen aufzubereiten. feel-ok bietet diese Plattform und ist im schulischen Setting auch für andere Themenstellungen von Jugendlichen bekannt. Im Workshop werden Erfahrungen von SUPRO mit feel-ok berichtet und die TeilnehmerInnen eingeladen, Erfahrungen einzubringen, um voneinander zu lernen und neue Ideen zum Einsatz von feel-ok in der Praxis zu entwickeln.

Workshop 5: Gesundheitskompetenz vermitteln mit der feel-ok-Box
Inge Zelinka-Roitner (Styria vitalis)

Wissen, verstehen, anwenden und entscheiden bilden zentrale Elemente der Gesundheitskompetenz von Jugendlichen. In der Phase der Adoleszenz kommt es zu grundlegenden geistigen, körperlichen und emotionalen Entwicklungsprozessen, die auch das Gesundheits- bzw. Risikoverhalten prägen. Jugendliche brauchen ein fundiertes Gesundheitswissen, um später die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Für die sogenannte digitale Generation stellt die Beschaffung von Informationen an sich kein Hindernis dar. Umso wichtiger ist es, seriöses, evidenzbasiertes, fachlich fundiertes Gesundheitswissen frei von kommerzieller Werbung in einem digitalen Informationsportal anzubieten. Um Jugendliche bestmöglich erreichen zu können, wählen wir den Zugang über das Setting Schule und haben für die Sekundarstufe eine Materialbox mit Stundenbildern zu 10 gesundheitsrelevanten Themen erstellt: Bewegung, Ernährung, Gewalt, Klima und Nachhaltigkeit, Liebe & Sexualität, Medien, Prävention und Versorgung, Psychosoziale Gesundheit, Rausch und Risiko und Suchtmittel. Die Stundenbilder enthalten neben den Lernzielen einen Wissensteil für PädagogInnen, Fallbeispiele getrennt für Unter- und Oberstufe, Reflexionsfragen und vertiefende Übungen. Alle Stundenbilder sind mit www.feel-ok.at verknüpft, um den SchülerInnen eine unabhängige, evidenzbasierte Recherche-Quelle für die Bearbeitung der Stundenbilder zur Verfügung zu stellen. Auf Organisationsebene soll der Leitfaden „Schulen für Gesundheitskompetenz“ mithilfe von Checklisten gewährleisten, dass gesundheitskompetente Verhältnisse in der Schule gesundheitskompetentes Verhalten ermöglichen.

Styria vitalis und SUPRO freuen sich auf einen anregenden und spannenden Austausch!
FOK_Tagung