LEBENDiG – Leben mit Demenz in der Gemeinde

Wie können wir gut füreinander sorgen? Diese Frage beschäftigt nicht nur  Einzelpersonen, sondern auch Gemeinden als Lebenswelt.

In Österreich leben derzeit rund 130.000 Menschen mit Demenz, die zu 80 Prozent zu Hause betreut werden. Die Gestaltung des sozialen und räumlichen Lebensumfeldes beeinflusst ganz wesentlich die Lebensqualität von Menschen mit Demenz/Vergesslichkeit.

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An Orten des täglichen Lebens wie beispielsweise Supermarkt, Apotheke, Hausarzt, Bank oder Gemeindeamt können kleine Alltagsbrücken gebaut werden, um Orientierung zu erleichtern.
Senior couple goes shopping
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Projektziele

Mit dem Aufbau von kommunalen Sorgenetzwerken und der Initiierung einer gemeindeübergreifenden Vernetzung will das Projekt …

  • das Thema Demenz sichtbar machen und die Bevölkerung dafür sensibilisieren,
  • Wissen und Kompetenzen zum Thema Demenz steigern,
  • den Umgang und die Kommunikation im Gemeindealltag mit Menschen mit Demenz/Vergesslichkeit verbessern,
  • die soziale Teilhabe von Menschen mit Demenz/Vergesslichkeit und ihren pflegenden Angehörigen stärken,
  • neue Formen der geteilten Verantwortungsübernahme für Menschen mit Demenz/Vergesslichkeit in den Vordergrund rücken.
Elderly customer using walker with pharmacist.
Elderly woman with young woman at the grocery store

Projektmaßnahmen

Bedarfs- und Bedürfniserhebung: Gespräche mit Menschen mit Demenz/Vergesslichkeit, Fokusgruppen mit betreuenden Angehörigen, Befragungen in Hausarztpraxen und Apotheken, Fokusgruppen mit BürgerInnen

Stärkung der Gesundheitskompetenz zum Thema Demenz: Schulung für Apotheken, Hausarztpraxen, Handel, Dienstleistung, Gemeindeverwaltung und Einsatzkräfte

Themenoffene und beteiligungsorientierte Aktivitäten:

  • Öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Sensibilisierung der Bevölkerung: z.B. Fotowettbewerbe mit Jugendlichen, Plakatkampagnen
  • Stärkung der sozialen Teilhabe von Menschen mit Demenz/Vergesslichkeit und betreuender Angehöriger: z.B. Gründung einer Sing- oder Tanzgruppe, Schaffung von integrativen Begegnungsräumen
  • Enttabuisierung des Themas Demenz in Hausarztpraxen und Apotheken: z.B. Schaufenstergestaltung, Gestaltung der Warteräume, Auflegen von Informationen